Gesprächsprotokoll vom 23.6.92, etwa 18 Uhr
Teilnehmer:
Edith, Ffm. (GDK)
Harald, Ffm. (GDK Stellv.),
Uli, Ffm. (stellv. Regio),
M., Oberursel
Thomas, Usingen,
Thema: Blaues Buch, Vorbereitung des Antrags an die Gemeinsame Dienstkonferenz (GDK) der AA 1993
M. erklärt, daß der vorgelegte Antrags-Entwurf nach eventueller Überarbeitung fristgerecht im September / Oktober 1992 auf den Dienstweg gebracht werden soll. Damit können vorhergehende Schriftsätze als gegenstandslos betrachtet werden. Es wird Einigkeit darüber erzielt, daß die Absicht gut, aber die Form, in der M. sie verwirklichen wollte, mangelhaft war.
M. trägt vor, daß er auf Empfehlung des AA-Redakteurs Helmut Erfahrungen und Zahlenmaterial von General Service Office AAWS Inc., New York erbeten hat und legt das Antwortfax nebst deutscher Übersetzung zur Begutachtung vor.
Es wird daraufhin von den Anwesenden für sinnvoll erachtet, den Sprecher des Literaturteams Otto T. aus Neuburg an der Donau, den Sprecher des GDK-Vorbereitungsteams und Geschäftsführer des AA e.V., Hans P. in München, sowie die Weltdienstdelegierte Elke K. aus Berlin vom jetzigen Stand des Antrages vorab in Kenntnis zu setzen, damit deren Erfahrung und ggf. Änderungswünsche mit einfließen können.
Edith schlägt vor, den ersten Satz des Antragstextes zu ändern, so daß das Wort "soll" durch "möge" ersetzt wird.
Die endgültig beschlossene Formulierung, die von der AA-Gruppe in Oberursel, Ebertstraße und von der AA-Gruppe Friedrichsdorf (Dienstag 19 Uhr) eingebracht werden soll, lautet nunmehr:
--------------
Antrag an die Gemeinsame Dienstkonferenz der Anonymen Alkoholiker (GDK) 1993:
Es wird beantragt, die deutschsprachige AA-Gemeinschaft möge eine weitere Ausgabe des Blauen Buches "Anonyme Alkoholiker" auf folgende Art und Weise verbreiten:
kleineres Taschenformat, max. 15x10x1,9cm (etwas dicker als das alte 24-Stunden-Buch)
Zweisprachig (Englischer Text "Third Edition" - deutsche Übersetzung)
Benutzung der originalen Seitenzahlen des Big Book
Niedrigerer Verkaufspreis zwischen 5DM und 18DM
Stichwortregister zum gezielten Auffinden bestimmter Themen
Verbesserung bisher ungenau übersetzter Stellen
Neue, aktuelle Lebensgeschichten, die den Genesungsweg schildern
Vorherige Meinungsumfrage und Bedarfsermittlung
Realisierung bis 1994
O Wir/ich möchte(n) dieses Buch, sobald es verfügbar ist, nutzen: .... Exemplare (evtl. Gruppen- oder Privatanschrift des zukünftigen Bestellers)
Liebe Freundinnen und Freunde
"Jedem AA sein Blaues Buch!" heißt der Slogan seit unserem Nürnberger Treffen im Mai diesen Jahres. Das wäre ein gutes Thema für ein Meeting oder Arbeitsmeeting. Der obige Antrag an die GDK 93 ist lange vorbereitet und ausführlich begründet. Er wurde im Namen von einigen AA-Freund(-inn)en gestellt und einschließlich der Begründung dem Vorbereitungsteam der GDK 93 zur Verfügung gestellt.
Bitte gebt als Einzelne oder als Gruppe schriftlich eure Stellungnahme ab. Falls ihr eine Abstimmung durchführt, braucht nicht jeder unterschreiben, es reicht die Anzahl Ja/Nein/Enthaltung. Ihr helft dadurch mit, unsere 5. Tradition mit Leben zu erfüllen und die AA-Botschaft zu verbreiten.
Gute 24 Stunden!
----------------
Harald findet die Taschenausgabe gut. Persönlich würde er aktuellen Bedarf sehen, da er in der Sauna gern liest, ihm das jetzige Blaue Buch aber zu groß und vom Preis her mit 25DM zu schade dafür ist. Er würde lieber stattdessen drei billige Taschenbuchausgaben kaufen, bei denen er dann auf Wasser- oder Kaffeeflecken nicht so zu achten brauchte.
Alle Anwesenden sind sich einig, daß der jetzige Antrag vom Inhalt her wesentlich über bisherige Anträge auf früheren Konferenzen hinausgeht, die bereits ein Taschenbuch zum Gegenstand hatten. Mithin stellt er etwas Neues dar und könnte, wie Edith aus ihrer bisherigen Erfahrung einschätzt, deshalb nicht mit dem Hinweis abgeschmettert werden "Das haben wir doch schon mal behandelt." Er müßte daher auf jeden Fall Tagesordnungspunkt auf der Konferenz werden.
Edith betont, es sei ein großer Vorteil, daß nunmehr die "Meinungsumfrage" bzw. "Bedarfsmeldung" nicht mehr von M. sozusagen auf eigene Faust betrieben werde. So könne auch nicht der Eindruck der "Stimmungsmache" entstehen.
M. erklärt, daß Umfragen in AA bekannt und üblich sind, nicht nur in der amerikanischen, sondern auch in der deutschen. Als Beispiel weist er auf die Fragebogenaktion des Nicht-AA-Psychologen während des AA-Deutschlandtreffens 1991 in Offenburg, auf die Umfrage der AA-Zeitschrift 1991 zur Qualität und auf die immer wiederkehrenden Umfragen des Dienstbüros zur Mitgliederzahlermittlung hin. Sie sind mit vorheriger Zustimmung gelaufen. So soll es auch hier sein. Es wäre denkbar einen entsprechenden Artikel in den AA_Informationen zu veröffentlichen oder ein Informationsblatt stichprobenweise an kompetente AA's oder Gruppen zu verteilen. Zweck ist, zuerst den Bedarf ja/nein zu ermitteln, um dann die Auflagenhöhe zu kalkulieren.
Von den Teilnehmern wurden noch einzelne Aspekte des Antrags, wie
Preis
zweisprachig
Stichwortregister
erörtert, mit dem Ergebnis, daß eine Entscheidung darüber hoffentlich die Konferenz treffen wird. Edith will es übernehmen, Herbert und weitere AA-Mitglieder vom positiven Ergebnis des heutigen Treffens zu unterrichten.
Die Besprechung endet gegen 19 Uhr.
Antrag an die GDK 1993
Rundbrief Sep.92